Geld veruntreut – Stadt sträubt sich gegen Kündigung

Bild: © Gernot Krautberger - Fotolia.com - Unterschlagung und dennoch im Amt - Möglich in Dortmund

Bild: © Gernot Krautberger - Fotolia.com - Unterschlagung und dennoch im Amt - Möglich in Dortmund

Eine Mitarbeiterin veruntreut 400 000 Euro und weigert sich beharrlich, die Ermittlungen zu unterstützen oder mit Stadt, Staatsanwaltschaft oder Polizei in irgendeiner form zusammen zu arbeiten. Ein klarer Fall, die Kündigung ist nur noch Formsache – sollte man zumindest meinen.

Keine Kündigung?

Doch weit gefehlt, die Stadt Dortmund lässt die Mitarbeiterin, die genau diese Summe im Rahmen ihrer Bürgerdienste in Hombruch veruntreute weiter im Amt. Nun kündigte Oberbürgermeister Ullrich Sierau an, dass man eine Aufhebungsvereinbarung möglicherweise vereinbaren könne. Mit diesem seichten Lösungsmodell erntete Sierau im Ältestenrat viel Kopfschütteln, bedeutet dies doch, dass man sich mit der Mitarbeiterin im gegenseitigen einvernehmen trennen würde. Keine Rede also von einer Strafe in Form einer fristlosen Kündigung. In Augen aller sieht diese Herangehensweise aus, als wolle man sich vor einer aufsehenerregenden Kündigung schützen und stattdessen lieber in aller Stille einen Auflösungsvertrag herbeiführen. OB Sierau begründet seinen überraschenden Vorschlag indes damit, dass man bereits in der Vergangenheit mit Anträgen auf eine fristlose Kündigung vor dem Verwaltungsgericht gescheitert wäre.

Langwieriges Verfahren

Wie diese beinahe absurde Diskussion in der nächsten Zeit weitergeht, kann momentan nur spekuliert werden, da man sich von städtischer Seite aus nicht zu einem laufenden Verfahren äußern wolle.
Ursprung des ganzen Vorfalls ist der Betrug der Frau, die angeblich den riesigen Betrag von 400 000 Euro aus unterschlagenen Gebührengeldern angespart hatte und diesen in Häuser, Autos, Pferde und ihre Kinder investiert hatte. Nachdem sie im letzten Jahr innerhalb der Bürgerdienste versetzt wurde, flog ihre Straftat auf. Nun muss sie sich vor Polizei, Staatsanwaltschaft, Rechnungsprüfungs- und Personalamt verantworten.

Photo

Peter

Dortmund

Public Viewing, Autokorso – Vor dem großen CL-Finale

Bild: © ultrakreativ - Fotolia.com - Road to London - am 25.5.ist es soweit: CL-Finale

Bild: © ultrakreativ - Fotolia.com - Road to London - am 25.5.ist es soweit: CL-Finale

Dortmund ist im Ausnahmezustand. Oder besser: Dortmund plant den Ausnahmezustand. Nicht nur die Stadt, der ganze Ruhrpott fiebert dem Championsleague-Finale gegen die ungeliebten Bayern am 25.5 entgegen. Da dürfen solche Standard-Aktionen wie Public Viewing und Autokorso nicht fehlen.

Ganz Dortmund sieht das Spiel

Dank der Erfolge der Klopp-Mannschaft konnte die Stadt Dortmund in den letzten Jahren schon Erfahrungen in dieser Hinsicht sammeln. Im letzten Jahr, als das Double aus Pokal und Meisterschaft mit einem furiosen 5:2 gegen die Münchner Bayern klar gemacht werden konnte, versammelten sich Tausende an Hanse- und Friedensplatz sowie an der Reinoldi-Kirche. In diesem Jahr überlegt man, das Public Viewing auf die Westfalenhalle auszuweiten.

Sollte es mit dem zweiten CL-Sieg nach 1997 tatsächlich klappen, dann ist der traditionelle Autokorso ebenfalls fest eingeplant. Der wird dann nach der Final-Nach am 26.5 stattfinden und wie gewohnt am Borsigplatz starten, quer durch die City führen und bis zum U-Turm führen.

Erste Liga im Abzocken

Wer allerdings in London vor Ort dabei sein möchte, muss sich auf gesalzene Preise gefasst machen. Die Preise für entsprechende Flugverbindungen stiegen nach Bekanntgabe der Finalisten in unverschämte Höhen. Den Vogel schoss dabei die Hamburg-London-Verbindung ab, deren Preis um satte 177 Prozent in die Höhe schoss. Ebenso geschäftstüchtig zeigen sich die englischen Hotels, die sich einigermaßen in Stadionnähe befinden. Hier sind die Doppelzimmer teilweise 300 Prozent mehr wert als sonst. Das günstigste Doppelzimmer im Umkreis des Austragungsortes kostet 140 Euro pro Nacht – für 3 Sterne. In der Londoner Innenstadt muss man mit Preisen von dagegen gemäßigten 94 Euro rechnen und bekommt dafür ein Doppelzimmer in einem 4-Sterne-Hotel.

Aber egal, wie hoch die Preise auch liegen werden, diese historische Nacht wird vermutlich auch die hohen Preise Wert sein. Denn wann werden wohl das nächste Mal zwei deutsche Teams in einem CL-Finale aufeinandertreffen. Das das Ganze auch noch im Wembley-Stadion stattfindet markiert noch das i-Pünktchen.

Photo

Peter

Dortmund

Antikes in der Adler-Apotheke

Bild: © Udo Kroener - Fotolia.com - Die Adler-Apotheke und ihr Museum

Bild: © Udo Kroener - Fotolia.com - Die Adler-Apotheke und ihr Museum

Der Beruf des Apothekers ist beinahe so alt wie der der eines Arztes, wenn nicht älter. In Dortmund darf sich die Adler Apotheke den Titel „älteste Apotheke Nordrhein-Westfalens“ geben.

Fast 700 Jahre

Die erste urkundliche Nennung datiert auf das Jahr 1322, seit dem Jahr 1502 existiert eine lückenlose Auflistung aller Besitzer, Betreiber oder Pächter. Während im Zweiten Weltkrieg unzählige Unternehmen und Geschäft zerstört wurden, retteten die damaligen Besitzer alle Bestände rechtzeitig in sichere Kellerräume, von wo aus der Verkauf während der Kriegsjahre weitergeführt werden konnte. Nicht nur die Apotheke wurde auf diese Weise erhalten, sondern auch das gesamte Mobiliar und Handwerkszeug.

Aus diesem schönen Fundus formte Hermann Ausbüttel ein Apotheken-Museum, dass in Deutschland seinesgleichen sucht. Auf insgesamt knapp 130 Quadratmetern finden sich im Keller der Adler-Apotheke über 6000 pharmazeutische Exponate, die sich in den letzten Jahrhunderten in der Apotheke angesammelt haben, bzw. die von den Besitzern zusammengetragen wurden.Apotheken.Inhaber Ulrich Ausbüttel leitet also seit 2000 die vermutlich größte pharmazeutische Sammlung in deutschem Privatbesitz. Betritt man den Keller fühlt man sich gleich in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. Die originalen Regale sind angefüllt mit Standgefäßen und anderen Hilfsmitteln aus jener Zeit. In den alten Schubfächern finden über 3000 historische Verbandsstoffe undMedikamente ihren Platz. Diese originale Einrichtung stammt allerdings nicht aus der Adler-Apotheke selbst, sondern befand sich ursprünglich im Besitz der Löwen-Apotheke in Remscheid. Inzwischen ist sie denkmalgeschützt.

Ein Besuch wert

Hier findet sich von Arzneimitteln über ein Labor, Animalia bis hin zu der entsprechenden Literatur (ca. 600 Werke) alles, was das geschichtsliebende Herz begehrt.

Eine Besonderheit an dem Museum ist zudem, dass alle Besucher historische Gerätschaften nicht nur betrachten sondern auch berühren dürfen und daher die Geschichte der Apotheke und ihrer Schätze hautnah erleben. Wie sahen alte Spritzen aus, wie haben sich Babyflaschen und Milchpumpen über die Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt? All dies erfahren die Besucher, die in kleinen Gruppen nach einer vorherigen Anmeldung die alten Räumlichkeiten durchstreifen dürfen.

Photo

Dagmar

Dortmund

Das Geschäft mit den Altkleidern

Bild: © Martina Berg - Fotolia.com - Altkleidersammlung - Wo landen die Spenden wirklich?

Bild: © Martina Berg - Fotolia.com - Altkleidersammlung - Wo landen die Spenden wirklich?

Viele Menschen, die Platz in ihrem Kleiderschrank schaffen möchten, nehmen dafür die überall aufgestellten Altkleidercontainer in Anspruch. Hier erhofft man sich, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Einerseits löst sich ein Platzproblem, andererseits hilft man mit seiner Spende bedürftigen Menschen in Deutschland oder woanders auf der Welt. So jedenfalls der weit verbreitete Irrglaube. Denn seit vielen Jahren schon ist ein regelrechter Revierkampf zwischen dubiosen Organisationen ausgebrochen, die überall in Deutschland ihre Container aufstellen und dann ein Geschäft mit den eingesammelten Kleidungsstücken machen. Diese Unternehmen graben den karitativen Organisationen und Vereinen wie dem Roten Kreuz zunehmend das Wasser ab.

Babynothilfe und andere Schein-Firmen

In der Stadt Oldenburg und dem benachbarten Landkreis fiel jüngst eine „Babynothilfe Dortmund e.V.“ auf. Nachforschungen ergaben, dass ein Verein mit einem solchen Namen nicht existiert, der Name soll lediglich dafür sorgen, dass sich Spender bei der Abgabe ihrer Kleidungsstücke gut fühlen, sie tun ja etwas Gutes. Doch in diesem Fall ging das fragwürdige Unternehmen zu weit, der Landkreis will nun die Container einziehen.

Die Wege der Kleiderspenden

Egal jedenfalls, was genau hinter den einzelnen Unternehmen steckt, die Kleidung einsammeln, sie alle verfolgen rein profitorientierte Ziele. Hosen, Pullover, Schuhe usw. werden nach Qualität sortiert. Dann gibt es meist drei verschiedene Möglichkeiten:

  • 20 Prozent der Stücke werden geschreddert und zu neuen Textilien weiter verarbeitet
  • Besonders hochwertige Kleidung wird verkauft
  • Die Mehrzahl der Klamotten wird nach Afrika verschifft, in Containern zum Kilopreis

Gerade dieses Geschäft in Afrika bedeutet genau das Gegenteil von Entwicklungshilfe: Denn diese billigen Kleidungsstücken zerstören den heimischen Textilmarkt, von dem viele Afrikaner ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Also lieber seine abgelegte Kleidung an Kleiderkammern geben, denn die verwenden einen Großteil der Spenden tatsächlich für die Hilfe von Bedürftigen.

Photo

Dagmar

Second Hand

Rückblick: 5. Jobmesse in Dortmund

Bild: © MH - Fotolia.com - Eine ausgeschriebene Stell zu ergattern, ist nicht immer einfach

Bild: © MH - Fotolia.com - Eine ausgeschriebene Stell zu ergattern, ist nicht immer einfach

Das letzte Wochenende brachte überall in NRW graues und feuchtes Wetter. Im Grunde genau die richtige Witterung für einen Messebesuch. Während sich in Berlin Reisefreudige auf der Internationalen Tourismusbörse tummelten, setzte man in Dortmund andere Schwerpunkte. Hier fand die fünfte Jobmesse in der Messehalle der Mercedes-Benz-Niederlassung statt. Die Besucher konnten sich ausführlich über Job- und Ausbildungschancen informieren und sich beispielsweise Tipps für die richtige Bewerbung besorgen.

Infos zu Ausbildungsplätzen und Chancen

Fast 60 Arbeitgeber aus NRW und der weiteren Umgebung standen als Ansprechpartner bereit und versuchten, allen Interessierten so umfassend wie möglich mit Informationen zu versorgen.
Besucher der Messe kamen unter unterschiedlichen Vorzeichen auf die Messe. Manchen hatten sich schon im Vorfeld über mögliche Arbeitgeber schlau gemacht und konnten so gezielt ihr Wissen erweitern und die Verantwortlichen ansprechen.
Andere Ließen sich von den diversen Ausstellern inspirieren, da sie teilweise noch ohne festen Berufswunsch sind und sich noch in der Orientierungsphase hinsichtlich der eigenen Interessen und Fertigkeiten befinden.
Die Auswahl der vorgestellten Jobs und Arbeitsplätze war durchaus vielfältig, vom Feuerwehrmann über den Lagerlogistiker bis hin zur Lacklaborantin wurde einiges geboten.

Bewerben will gelernt sein

Insbesondere diejenigen, die ab dem Ausbildungsjahr 2014 aktiv werden wollen, sollten sich ab diesem Sommer für ihren Traumberuf bewerben. Viele potenzielle Auszubildende unterschätzen die Bewerbungszeiträume und finden daher keine Stelle mehr. Frühzeitige Orientierung ist als ein absolutes Muss. Für die Bewerbung selbst sollte man darauf achten, dass die Bewerbungsmappe vollständig und übersichtlich gestaltet ist. Wichtig ist nach wie vor das Foto, das häufig über Wohl und Wehe der Bewerbung entscheidet. Auch wenn dies oberflächlich klingt und rein gar nichts mit dem eigenen Können zu tun hat, das Bild ist das erste Argument, dass dem potenziellen Arbeitgeber ins Auge sticht. Häufig wird schon an dieser Stelle eine Vorauswahl getroffen, noch bevor eine Zeile aus dem Lebenslauf gelesen wird.

Photo

Peter

Allgemein

Stadt kündigt Schulinitiativen an

Bild: © etfoto - Fotolia.com - Kampf gegen Graffiti und Vandalismus an Dormunds Schulen

Bild: © etfoto - Fotolia.com - Kampf gegen Graffiti und Vandalismus an Dormunds Schulen

Die Stadt Dortmund kämpft für und mit ihren Schulen. Und es gibt tatsächlich viele Schauplätze, für die sich in diesen Tagen eingesetzt werden muss.

Sozialarbeit an Schulen: wichtig und teuer

Das erste Problem sind die Tätigkeiten der Schulsozialarbeiter. Wobei dies wohl missverständlich ausgedrückt ist. Die Schulsozialarbeiter leisten einen wichtigen und nicht immer einfachen Job. Das Problem: Das Projekt kostet viel Geld, um genau zu sein 400 Millionen Euro. Nun endet dieses vom Bund geförderte Engagement und die Verantwortlichen in den Städten NRWs verzweifeln. Sie sehen bereits bergeweise Kosten auf die Schulen und andere Erziehungseinrichtungen zu kommen, leisten kann sich das indes niemand. Und so bleibt Schuldezernentin Waltraud Bonekamp die letzte Hoffnung, dass der Bund ein Einsehen zeigt und das gesamte Projekt noch einmal verlängert. Eltern und Schüler sehen dies genauso und setzen sich in zahlreichen Protestaktionen für einen Erhalt der so wichtigen Sozialarbeit an den Schulen ein.

Engagiert gegen Vandalismus

Gleichzeitig zum Finanzierungsproblem der schulischen Sozialarbeit beschäftigt die Stadt Dortmund ein weiteres Problem: das des Vandalismus. Doch an dieser Stelle sollen sich die Schulen selbst deutlich engagierter gegen diese Form der Zerstörungswut einsetzen. Um das Problem in den Griff zu bekommen, setzt man hier auf eine Stärkung der Identifikation der Schüler zu ihrer Lehranstalt. Hier lautet die Devise: Vorbeugung ist besser als Nachsehen. Inzwischen sind bereits einige Projekte, die genau diese Identifikation zum Ziel haben, auf den Weg gebracht worden. Diese hören auf jugendsprachliche Namen wie „Cool at school“ und sollen die Schüler für den umsichtigen Umgang mit der eigenen Schule sensibilisieren.

Zusätzlich sind in den jeweiligen Schulordnungen Passagen verankert, die eine Selbstverpflichtung der Kinder für Ordnung und Sauberkeit beinhalten. Aktionen wie das gemeinschaftliche Reinigen der Klassenräume oder des Schulhofs ergänzen die Maßnahmen gegen den Schul-Vandalismus, der jährlich immerhin mit 400 000 Euro zu Buche schlägt. Über die Kosten jammern müssten die einzelnen Schulen jedenfalls nicht, laut Kämmerer Jörg Stüdemann verfügten die Lehranstalten über genügen Mittel und ordentlich gefüllte Kassen.

Photo

Peter

Dortmund

Industriedenkmal: Kokerei Hansa

Bild: © Jule_Berlin - Fotolia.com - Ein spannendes Ausflugsziel - Kokerei Hansa

Bild: © Jule_Berlin - Fotolia.com - Ein spannendes Ausflugsziel - Kokerei Hansa

Die Schwerindustrie des vergangenen Jahrhunderts bietet durchaus eine faszinierende Seite. Sehen kann man das am Beispiel des Industriedenkmals der Kokerei Hansa in Dortmund.
Sie wurde 1928 in Betrieb genommen und fast 70 Jahre später stillgelegt. Seit 1992 wird hier zwar nicht mehr gearbeitet, verlassen wirkt der Ort aber dennoch nicht. Zu bestimmten Zeiten können Teile des ehemaligen Kokereigeländes besichtigt werden.

Wichtiger Bestandteil der Schwerindustrie Dortmunds

Die Kokerei Hansa war damals wichtiger Bestandteil der Dortmunder Montanindustrie. Benachbarte Zechen lieferten Steinkohle, welche in der Kokerei zu Koks und Kokereigas verarbeitet wurden. Diese beiden Produkte wurden direkt an die Dortmunder Hüttenwerke geliefert. Ausserdem wurden wichtige Grundstoffe für die chemische Industrie aus dem Gasgemisch gewonnen, welches bei der Verkokung entstand.

Die Kokerei fasziniert ihre Besucher

Die Kokerei wird heute als Industriemuseum bzw. -denkmal geführt. Für Besucher gibt es auf dem Erlebnispfad „Natur und Technik“ eine Menge zu entdecken. Eine tolle Aussicht hat man zum Beispiel vom „Kohleturm mit Panoramablick“. Die alten Ofenbatterien geben einen Einblick in die Arbeitsweise der Montanindustrie. Hier wurde damals Kohle bei 1000 °C zu Steinkohle „gebacken“. Die Maschinenhalle mit den fünf Gaskompressoren wird als Juwel der Anlage bezeichnet.

Architektur, Natur und Technik bieten eine interessante Kulisse

Das interessante am Industriedenkmal Kokerei Hansa ist das Zusammenspiel von Natur und Technik, denn nach der Schließung haben Bäume, Gräser und Pflanzen sich ihr Terrain zurückerobert. Auch die Tierwelt hat sich einen Teil des Gebietes als neuen Wohn- und Lebensraum ausgesucht. Faszinierend ist das Zusammenspiel der Architektur mit Flora und Fauna. Die wichtigsten Produktionsteile der ehemaligen Kokerei stehen bereits seit 1998 unter Denkmalschutz. Die Kokerei Hansa befindet sich in der Obhut der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Sie ist im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kokerei untergebracht. Es werden regelmäßige Führungen angeboten. Besonders spannend sind zum Beispiel die Nachtführungen, denn hier werden die Besucher Zeugen eines einmaligen Lichtschauspiels – die Gebäude werden bunt angestrahlt. Vor allem für Fotografen ist die Kokerei Hansa eine tolle Kulisse für eindrucksvolle Bilder.

Photo

Peter

Dortmund

Dein Mietregal – Konzept aus den USA ab jetzt in Dortmund

Bild: © tobago77 - Fotolia.com - Flohmarktware: das alte Teeservice

Bild: © tobago77 - Fotolia.com - Flohmarktware: das alte Teeservice

Der Flohmarkt, das Internet oder der klassische Garagenverkauf – die Möglichkeiten, den Keller von nicht mehr Gebrauchtem zu befreien, sind vielfältig. In Iserlohn existiert seit seit einiger Zeit einen Laden, in dem immer Flohmarkt ist. ‘Dein Mietregal’ heißt das Konzept, welches aus den USA nun auch nach Deutschland geschwappt ist. Dort kann man sich für mindestens eine Woche Regalfächer anmieten und dort Opas alte Taschenuhr, die nicht mehr passenden alten Wintermäntel oder die Sammlung mit den alten Computerspielen anbieten. Den Preis bestimmt dabei der Verkäufer.

Geschäftsmodell aus den USA

In den deutschen Großstädten gibt es schon seit etwa fünf Jahren solche Läden und Martin Schonert, der Inhaber des Iserlohner Ladens, hat wegen einer eigenen positiven Erfahrung beschlossen, dass das Konzept auch in einer kleinen Stadt funktionieren kann. Schonert selbst hat nämlich, nachdem er seinen Laden für Massivholzmöbel in Schwerte schließen musste, noch einige Restbestände in einem solchen Mietregalladen erfolgreich verkaufen können und war dementsprechend angetan von dem Konzept.

Raritäten und Schnäppchen

Die Angebotspalette ist groß, wertvoller Schmuck und Uhren, die in einer abschließbaren Vitrine angeboten werden können, sind im Laden genauso zu finden, wie günstige Schnäppchen für einen Euro. So unterschiedlich wie die Produktpalette, ist auch die Kundschaft, die den Weg in den Laden findet. Menschen mit kleinem Geldbeutel, die sich über die Möglichkeit freuen, ein echtes Schnäppchen zu ergattern, kommen genauso wie besser betuchte Sammler, die den Laden als Möglichkeit entdeckt haben, echte Raritäten zu finden.

Erfolgreiches Konzept – Vergrößerung geplant

Die Eröffnung des Laden kann also durchaus als Erfolg gewertet werden, und Schonert denkt bereits darüber nach, die Verkaufsfläche zu erweitern, damit zukünftig auch sperrigere Dinge wie alte Möbel oder eine alte Waschmaschine ihren Platz finden. Erste gewerbliche Kunden haben inzwischen auch die Möglichkeit entdeckt, mithilfe eines Regalbodens eine Art Schaufenster für ihren Online-Shop zu präsentieren.

Photo

Peter

Flohmarkt

Die beliebtesten Flohmärkte in NRW

Bild: © ilyashapovalov - Fotolia.com - Beim Flohmarkt findet sich so manches Goldstück zum Schnäppchenpreis

Bild: © ilyashapovalov - Fotolia.com - Beim Flohmarkt findet sich so manches Goldstück zum Schnäppchenpreis

Flohmärkte in Deutschland erleben derzeit einen großen Hype. Besonders der Markt im Mauerpark in Prenzlauer Berg in Berlin ist zu einem echten Touristenmagneten geworden. Doch auch in Nordrhein-Westfalen ist das Angebot guter Trödelmärkte groß! Ob moderne oder altbackene, klein oder groß, von früh bis spät – die Auswahl ist groß.

Antike Waren in Düsseldorf, Uni-Flohmarkt in Dortmund, großer Markt in Bochum

Einen echten Geheimtipp gibt es in Düsseldorf. Dort findet am Aachener Platz jeden Samstag von 8-16 Uhr ein Flohmarkt statt. Neben klassischem Trödel werden dort auch antike Waren angeboten, wenn man Glück hat, kann man dort ein gutes Schnäppchen schlagen.
In Dortmund hingegen gibt es gleich mehrere Märkte zur Auswahl, genau richtig für einen Tagesausflug zum Trödeln. Der beliebteste Markt befindet sich auf dem Gelände der Universität und findet jeden Samstag von 7-14 Uhr statt. Etwas länger, nämlich von 11-18 Uhr, hat der Flohmarkt an der Schleefstraße in Dortmund-Aplerbeck geöffnet, jedoch nur jeden zweiten Sonntag im Monat.
Im nahegelegenen Bochum befindet sich einer der größten Flohmärkte im ganzen Ruhrgebiet. Er ist samstags und sonntags von 5-14 Uhr geöffnet und befindet sich auf dem Gelände der Ruhr-Universität nähe Lennershofstraße. An Samstagen werden zum großen Teil Neuwaren angeboten, sonntags werden Schnäppchenjäger auf ihre Kosten kommen.

Selbst verkaufen

Natürlich gibt es in den meisten Städten auch die Möglichkeit, gegen eine kleine Standgebühr einen eigenen Trödelstand aufzumachen. So können Sie beispielsweise mit alten Sachen, die Sie beim Ausmisten gefunden haben, noch ein bisschen Geld verdienen. In Duisburg-Rheinhausen, am Freibad Kruppsee, werden jeden Samstag zwischen 8-16 Uhr auch Standplätze für Hobbytrödler angeboten. Auch in Marl, im Einkaufszentrum Marler Stern, können Sie selbst mittrödeln, jeden letzten Sonntag von 11-18 Uhr. Den Witterungsbedingungen bestens angepasst, ist der größte Hallentrödel in Solingen. Ihn können Sie jeden Samstag von 8-14 Uhr in der Katternbergerstraße aufsuchen. Falls Sie am Wochenende schon etwas anderes vorhaben, können Sie in Wuppertal auch jeden Mittwoch und Donnerstag auf Schnäppchenjagd gehen. Der Flohmarkt auf dem Gelände des Fahrzeugherstellers Happich findet mittwochs, donnerstags und samstags von 8-16 Uhr statt.

Photo

Dagmar

Flohmarkt

Krimi-Tour durch Dortmund

Bild: © kaipity - Fotolia.com - Ein Agent bei der Arbeit

Bild: © kaipity - Fotolia.com - Ein Agent bei der Arbeit

Wer hat nicht schon immer davon geträumt, einmal in die Haut von einem internationalen Top-Agenten á la James Bond zu schlüpfen. In Dortmund hat nun jeder die Möglichkeit dazu. Als Teilnehmer am Tatort Citykrimi in Dortmund bietet sich die Möglichkeit, nach Herzenslust in die Rolle des berühmten Doppelnull-Agenten zu schlüpfen. Gemeinsam mit anderen Hobby-Detektiven sichern sie Beweise, können Zeugen einschüchtern und gezielt nach ihrem Alibi befragen oder aber auch die Verfolgung von Verdächtigen aufnehmen. Der City Tatort eignet sich auch hervorragend für Gruppen- und Firmenevents, denn was könnte mehr zusammenschweissen als einen Bösewicht gemeinsam zur Strecke zu bringen?

Geschüttelt und nicht gerührt – James Bond-Feeling live

Der Teilnehmer muss nicht viel dafür mitbringen. Es wird empfohlen, der Witterung angepasste, sportlich-bequeme Kleidung zu tragen. Ein wenig Proviant sollte man dabei haben und auch genug zu trinken, denn bei der Verbrecherjagd kommt man ganz schön ins Schwitzen. Die ganz Harten nehmen einfach noch einen Vodka-Martini in der Plastik-Trinkflasche mit, um das Bond-Feeling so richtig genießen zu können. Auf die Olive kann in diesem Fall getrost verzichtet werden, jedoch wird der Drink wegen der aufregenden Ereignisse im Laufe der ca. 2,5 Stunden bestimmt geschüttelt und nicht gerührt. 

Tatorte und Beweise

Das Event findet bei jeder Witterung statt und ist ganzjährig buchbar, der Veranstalter behält es sich allerdings vor, bei extremen Wetterverhältnissen wie Sturmwarnung oder einem Unwetter einen Ausweichtermin festzulegen. 

Die Teilnehmer treffen sich zu Beginn des Events mit dem Chefagenten, der sie auf ihre Rolle als knallharter Top-Ermittler einschwört und vorbereitet. Dann wird die Gruppe wird aufgeteilt. Ein Teil der Hobby-Bonds soll dem Täter beim Entwischen behilflich sein, der andere Teil will ihn hinter Gitter bringen. Verschiedene Tatorte werden aufgesucht und dort werden die vorhandenen Beweise gesichert und ausgewertet. Danach gilt es, Zeugen zu finden und die Wahrheit aus ihnen herauszulocken. Die Ermittler arbeiten in kleinen Gruppen und überwachen die Verdächtigen, um die heisse Spur bis zum Täter verfolgen zu können. Dabei kommt es auch immer auf die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern an, denn im Gegensatz zu James Bond verfügen die Teilnehmer nicht über die nötige Erfahrung, um alleine operieren zu können. Am Ende klicken im Erfolgsfall die Handschellen und die Ermittler haben einen aufregenden Nachmittag zusammen verlebt. Das Event kostet pro Person 49 Euro. 

Photo

Christian

Dortmund