Steigen die Eintrittspreise in Dortmund?
Tarifabschlüsse haben Vor- und Nachteile. Zu dieser Meinung ist man in den vergangenen Jahren des Öfteren gekommen. Besonders aber, wenn es um die Tarifverträge im Bereich des öffentlichen Dienstes geht. Die Abschlüsse der Tarifverträge treffen besonders den Westen hart. Geht es bei ihm doch immer noch um die verärmten Regionen. Die Diskussion um den Solidaritätszuschlag, den westliche Bundesländer an die neuen seit der Wende zum Aufbau Ost bezahlen, reihte sich an die Debatte um die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst. Die alten Bundesländer, vor allem im Ruhrpott, sind pleite, heißt es da.
Und nun auch noch das: Im öffentliche Dienst werden die Löhne über zwei Jahre auf 6,3 Prozent mehr angehoben. Am Beispiel der Stadt Dortmund heißt das: 3,2 Millionen Belastung für den Haushalt, allein in diesem Jahr. 3,5 Millionen kommen dann noch einmal 2013 dazu. Tolle Sache für die Beamten, nicht allerdings für die Stadt an sich und die Bürger, die in ihr wohnen. Mit der Tarifgestaltung halte es sich nämlich oftmals so wie mit einem Bumerang, der dieses Mal schneller zurückkommen könnte als erwartet.
Die Stadt denkt über Preiserhöhungen nach. Das bedeutet, dass bei den städtischen Einrichtungen, also wie beispielsweise die Schwimmbäder oder Museen, höhere Preise für Tickets gezahlt werden müssen. Das bedeutet postwendend, dass diese Preise alle bezahlen müssen, die diese Einrichungen besuchen und dazu gehören sicherlich nicht nur Nicht-Öffentlicher-Dienst-Mitarbeiter. Den Großteil allerdings müssen aber die zahlen, die nicht im öffentlichen Dienst arbeiten.
Doch für 2013 könnte es auch noch einmal knapp werden. Nämlich dann, wenn die Beamten um ein neues Gehalt streiten: Ihr Gehalt orientiert sich an denen des öffentlichen Dienstes. Und der wurde bekanntermaßen erhöht.
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Dagmar
04/2012
Dortmund
Schlagwörter: Dortmund, Lohnerhöhungen, Tarifabschluss im öffentlichen Dienst
