Messe-Rückblick: Boulevard. Dortmunder Herbst
Messen sind oftmals für Unternehmen sehr wichtig. Auf der einen Seite deswegen, weil sie hier ihre neuen Produkte platzieren und auf der anderen Seite weil sie sich einer bestimmten Region und einem bestimmten Publikum zeigen können. Oft allerdings sind Messen sehr langwierig – für beide Seiten. Denn oftmals muss man schon sehr viel Zeit auf dem Messegelände verbringen, damit man sich jeden Stand zur Genüge ziehen kann. Und so sorgt es dafür, dass die Messehallen zu manchen Zeiten und an manchen Ständen wie leer gefegt erscheinen.
Auf der Verbrauchermesse in Dortmund „Boulevard. Dortmunder Herbst“ änderte man das Konzept um dem entgegen zu wirken. Die Messe präsentierte sich in diesem Jahr nur fünf Tage lang und zudem kompakter. Demnach war es eine logische Konsequenz, dass die Messe in den Dortmunder Westfalenhallen stark und damit deutlicher frequentiert war als in den letzten Jahren, wenngleich die Besucherzahlen zurückgingen – ebenfalls eine logische Konsequenz, weil die Messe eben kürzer war. Dennoch kamen insgesamt 50.200 Menschen auf dem Messegelände vom 5. bis 9 Oktober zusammen.
Die Veranstalter und Unternehmer zeigten sich zufrieden mit der Umstellung auf die kürzere und kompaktere Version der Messe. Das bestätigten auch die Besucher. Sie stimmten bei einer Umfrage eines unabhängigen Messe- und Marktforschungsinstitut auf einer Skala in Form von Schulnoten (von Eins bis Sechs) ab, ob sie den Messetermin „als sinnvoll“ bezeichnen. Durchschnittsnote: 2,6.
Auch die Aussteller zeigten sich sehr zufrieden und auch zufriedener als die letzten Jahre. Sie waren auch mit dem geschäftlichen Erfolg der Messe zufrieden, was sie insgesamt damit begründeten, weil es dieses Jahr an den Ständen mehr Betrieb gab.
In diesem Jahr erreichte die Messe einen Pro-Kopf-Umsatz von 318 Euro im Schnitt. Insgesamt kauften 83,2 Prozent der Messebesucher ein, darunter waren auch neue Erfindungen wie zum Beispiel eine Küchenmaschine im Wert von 1.200 Euro, die neben Geschirr spülen auch noch kochen kann. Im letzten Jahr lag der durchschnittliche Umsatz bei 268 Euro pro Kopf und Besucher. Und so war die Messe in Dortmund dieses Jahr für alle Beteiligten insgesamt ein guter Erfolg – insbesondere deswegen weil die Stände deutlich öfter besucht wurden.