Dortmund ist Hauptstadt des Autoverkehrs
Nach einer neuen Studie der Technischen Universität Duisburg-Essen ist Dortmund die Stadt mit dem größten Autoaufkommen Deutschlands. Hier hat fast jeder zweite Einwohner einen Wagen. Bei der Untersuchung wurde dabei geschaut, wie viele Autos auf 1000 Einwohner kommen, wobei nur die Städte miteingerechnet wurden, die 500.000 Einwohner oder mehr haben. Demnach kommen auf 1000 Menschen in Dortmund stolze 410 Autos.
Warum gerade in Dortmund das Verkehrsaufkommen so hoch ist, wurde jedoch nicht in die Studie mit eingebracht. Dass in Dortmund und in der ganzen Ruhrgebiet-Region viele Menschen wohnen, daran kann es eigentlich nicht liegen, denn die größte Stadt Deutschlands hat gleichzeitig auch die geringste Autorate im Schnitt. So kommen in der Hauptstadt Berlin auf 1000 Einwohner lediglich 289 Autos.
Eine Schwierigkeit bei der Auswertung der Ergebnisse ist jedoch, dass zum Beispiel Firmenautos nicht berücksichtigt wurden, womit die Rate womöglich doch nochmal etwas höher ausgefallen wäre. Aber allgemein fällt in der Studie auf, dass, je ländlicher es wird, auch die Autodichte zunimmt. Ein Trend der sich natürlich vor allem mit den geringen Verkehrsalternativen erklären lässt. Denn in Berlin ist man absolut nicht auf ein Auto angewiesen. Durch mehrere Bus-, U-Bahn-, S-Bahn- und Tramlinien ist man in der Regel immer mobil. Auch ohne Auto. Außerdem gibt es inzwischen viele Fahrgemeinschaften und Car-2-Go Initiativen, die ein eigenes Auto nahezu überflüssig machen. Dass Berlin aber einen Richtung vorgibt, die sich auf ganz Deutschland ausbreiten könnte, nämlich weg vom Auto und hin zu umweltschonenderen Alternativen, davor müssen sich die Autobauer wohl nicht fürchten. Denn vor allem der Markt im Ausland wächst weiter. Und auch hier gibt es ja noch genug Städte, deren Bewohner noch nicht auf ihr Auto verzichten wollen und weiter lieber damit unterwegs sind, anstatt mit Bus und Bahn.
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