Tagesbruch auf der A45

© Manfred Steinbach - Fotolia.com

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Ganz gemütlich schlängelt sich der Feierabendverkehr auf der viel befahrenen A45 zwischen Dortmund-Süd und Dortmund/Witten. Auf einmal kommt alles zum Stehen, nichts geht mehr. Wahrscheinlich wieder mal ein Unfall, wird sich so mancher Fahrer am Stauende gedacht haben – doch dem ist nicht so. Ein seltenes oder wohl das bisher einzige in einer solchen Art bekanntes Ereignis hat sich auf der A45 ereignet. Ein Tagesbruch war es. Das ist in etwa so was wie die Kornkreise, allerdings hat das mehr fundierte Gründe. Durch den Bergbau, der besonders im Ruhrpott seinen Standort hatte, kann es in einigen Fällen passieren, dass sich ein Hohlraum unter der Erdoberfläche bildet und dass irgendwann die Erde abrutscht und einen Krater bildet. Die Amerikaner würden wahrscheinlich von einer Ufo-Landung ohne Ufo sprechen, doch eigentlich ist das Szenario nicht weiter gefährlich, sofern nicht Menschen auf der absackenden Oberfläche stehen. Bei einer Autobahn ist das Risiko dagegen schon erheblicher. 

Zum Glück allerdings verschlang die Autobahn bei Dortmund keine Autos, sondern nur ein bisschen Grün auf dem Mittelstreifen. Fünf mal zwei Meter groß und bis zu 3,5 Meter tief waren die Ausmaße der Beihnahe-Katastrophe. Grund genug zur Aufregung also. Nun wird der Abschnitt genaustens untersucht und die A45 bleibt dort weiterhin gesperrt. Zu gefährlich wäre es, wenn sich ein solches Ereignis auf der Fahrbahn wiederholen würde – auch wenn das äußerst selten ist, ist es doch nicht gänzlich unwahrscheinlich. 

Um die Hohlräume unter der Autobahn zu füllen, mischen die Bauerarbeiter Zement und füllen dieses in die Hohlräume. Insgesamt werden in den nächsten Tagen hundert Bohrungen gemacht. Die Autobahn bleibt voraussichtlich bis zum 30. Januar gesperrt. 

 

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Peter

01/2012


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